Soziales
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Sozial- und Dritte-Welt-Tag 2010

Ziel ist es, das Interesse an sozialem Engagement an unserer Schule zu wecken und zu fördern

Foto: Julia Bracht und Daniel Heidler berichteten beim Sozial- und Dritte-Welt-Tag an der Josef-Durler-Schule von ihren Aufenthalten auf Papua Neuguinea und in Tansania.

Rastatt (wla) Bereits zum dritten Mal veranstaltete die Josef-Durler-Schule Rastatt (JDSR) am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien einen Sozial- und Dritte-Welt-Tag. Ziel ist es, bei den Jugendlichen das Interesse an sozialem Engagement zu wecken und aufzuzeigen, wo und wie sie konkret helfen können.

Seit zwei Jahren unterstützt die Schule im Rahmen ihres Sozialprojekts den Bühler Keniahilfe-Verein, den Hans-Jörg Willig vor 30 Jahren ins Leben gerufen hatte. Er engagiert sich in North Horr/Kenia bei der Schul- und Berufsausbildung, der medizinischen Versorgung und der Hungerhilfe. Willig berichtete in seinem Vortrag über seine jüngste Reise nach Kenia im vergangenen Herbst. Er informierte die Jungen und Mädchen des Technischen Gymnasiums über die Verwendung von Spendengeldern und führte aus, wo weitere Investitionen noch dringend erforderlich seien. „2011 wird der Schwerpunkt unseres Engagements bei der Hildegard-Helmer-School liegen, die aus allen Nähten platzt“, erklärte Willig.

Bei weiteren Vorträgen im Rahmen des Informationstages gaben die jeweiligen Referenten Einblick in Einsatzmöglichkeiten bei Workcamps und beim freiwilligen sozialen Jahr. So erzählte David Heidler, der in Leipzig Afrikanistik studiert, von seinem neunmonatigen Aufenthalt in Tansania. Mit der Organisation „Weltwärts“ absolvierte er sein freiwilliges soziales Jahr in einem Waisenhaus, wo er im Kindergarten bei der Betreuung der Kinder half und in der Schule Englisch und Mathematik unterrichtete.

Julia Bracht organisierte ihren vierwöchigen Aufenthalt in Vunapope auf Papua Neuguinea selbstständig. Als Medizinstudentin arbeitete sie im St. Mary?s Hospital und war betroffen davon, unter welch teilweise primitiven Umständen dort behandelt und operiert werden muss. Anita Maringolo und Felix Schuhmann zeigten Aufnahmen von den verschiedenen Workcamps, an denen sie schon teilgenommen haben, und machten den Schülern Mut, sich nicht von dem Begriff „Workcamp“ abschrecken zu lassen.

„In der Regel steht nicht die Arbeit im Vordergrund, sondern der soziale Aspekt, mehrere Wochen mit Menschen anderer Nationalitäten zusammenzuleben“, meinte Schuhmann. Anita Maringolo erzählte von einem Aufenthalt in Polen, wo sie lediglich zwei Stunden am Tag Englisch unterrichtete und ansonsten Freizeit hatte.

Daniel Koßmann, der im Sommer das Abitur am TG ablegte, berichtet in seinem Blog über seinen derzeitigen Aufenthalt in Nairobi / Kenia, den die Schüler ebenfalls als Informationsquelle nutzen konnten. Schließlich informierte Sobika Nagenthiran, noch Schülerin der Josef-Durler-Schule, über ihr Heimatland Sri Lanka, in dem nach 26 Jahren Bürgerkrieg vielerorts immer noch bittere Armut herrsche.

Text und Foto: Walburga Langen-Droll

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