Josef-Durler-Schule Rastatt

Besuch aus Polen
Acht Schüler waren zusammen mit ihren beiden Lehrern Joanna Wagner-Podlipni und Tomasz Misiur zu Besuch in Rastatt.
Rastatt (wla) – Aufregende, interessante und unternehmungslustige Tage haben die Schüler der zweijährigen Berufsfachschule Elektrotechnik an der Josef-Durler-Schule Rastatt hinter sich. Sie nahmen am ersten Schüleraustausch mit der polnischen Partnerschule aus Nowy Targ teil.

Acht Schüler aus dem Nachbarland hatten zusammen mit ihren beiden Lehrern Joanna Wagner-Podlipni und Tomasz Misiur den Flug von Krakau nach Stuttgart angetreten, um gemeinsam mit den badischen Jugendlichen ein Projekt zu erarbeiten und die deutsche Kultur kennen zu lernen.

Im Mittelpunkt des Aufenthalts stand die Idee, Jugendliche im Sinne des europäischen Gedankens zusammenzuführen und ihnen Gelegenheit zu geben, Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Nationen zu erfahren. Dazu hatte Heike Ainley, die an der Josef-Durler-Schule für die Schulpartnerschaft verantwortlich zeichnet, ein umfangreiches Programm zusammengestellt.

Bei einem Besuch des EnBW-Werks in Forbach und des Mercedes-Benz-Werkes in Gaggenau lernten die Jugendlichen wichtige Ausbildungspartner der Schule und Arbeitgeber der Region kennen.

Großen Spaß hatten die Jugendlichen auch bei der "Mitmach"-Ausstellung Experimenta in Freudenstadt. Sie umfasst Experimente aus Physik, Natur und Technik, die die Ausstellungsbesucher eigenhändig ausführen sollen.

Europa zum Anfassen bot die Fahrt nach Straßburg mit der Besichtigung des Europaparlaments, einer Schifffahrt auf der Ill und einer Stadtbesichtigung. Einen Höhepunkt für die polnischen wie für die deutschen Schüler stellte die gemeinsame Projektarbeit dar, bei der die Jugendlichen ein Solarauto basteln sollten. Burkhard Jung, Kämmerer beim Landkreis Rastatt, nutzte die Gelegenheit, um seitens seiner Behörde als zuständiger Schulträger die Unterstützung der Partnerschaft zu signalisieren.

Der emotionale Abschied am letzten Abend zeugte vom Erfolg des Austauschs. Unter großem Beifall der Mitschüler erhielten die jungen Leute eine Urkunde über ihre Teilnahme am ersten Schüleraustausch zwischen Rastatt und Nowy Targ sowie eine Menge Lesestoff über die Region.

"Liebe Freunde, wir haben euch genossen", brachte Schulleiter Gerold Wendelgaß die Stimmung auf den Punkt. "Es war ein wunderschönes Miteinander. So wachsen die Jugendlichen ganz selbstverständlich in Europa hinein." Voller Vorfreude kündigte er den Gegenbesuch der deutschen Schüler und Lehrer für den 29. März nächsten Jahres an. Lehrerin Joanna Wagner-Podlipni bedankte sich im Namen der polnischen Delegation für die herzliche Aufnahme an der Schule und in den Gastfamilien und meinte: "Hoffentlich ist der Winter nicht so lang, dass wir uns bald wiedersehen."

Text und Fotos: Langen-Droll

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