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„Ich habe keine Zeit, aber du kannst mich begleiten“

Verabschiedungen in den Ruhestand an der Josef-Durler-Schule Rastatt

Am letzten Schultag der Josef-Durler-Schule Rastatt mischte sich bei Schulleitung und Kollegium Wehmut in die Ferienvorfreude. Denn drei Kolleginnen wurden in den Ruhestand verabschiedet, die das Schulleben alle intensiv mit ihrem Einsatz und ihren Persönlichkeiten geprägt haben. Mit Angelika Bauers Abschied als Abteilungsleiterin geht eine Ära zu Ende: Seit September 1984 unterrichtete die Diplom-Ingenieurin an der Josef-Durler-Schule. Sie hat, darauf wiesen in der Feier zur Verabschiedung Direktor Gerold Wendelgaß, aber auch ihre Kolleginnen und Kollegen vom Profil Gestaltungs- und Medientechnik hin, dieses erfolgreiche Profil des Technischen Gymnasiums in den Pionierjahren über die eigene Schule hinaus gestaltet.

Außerdem leitete Angelika Bauer mit Witz, gesundem Menschenverstand und viel Herzblut die Abteilung I der Josef-Durler-Schule und kümmerte sich dabei mit großem Engagement um die Vorbereitungsklassen Arbeit und Beruf, am Ende auch um die Klassen für Schüler und Schülerinnen ohne Deutschkenntnisse. Ihre Kolleginnen und Kollegen konnten sich auch immer darauf verlassen, dass Bauer die verschiedenen Berufsschulabschlussprüfungen perfekt organisierte. Verlassen konnten sich alle in ihrer Abteilung eingesetzten Lehrenden auch aufs alljährliche „Drachenfutter“ kurz vor Weihnachten: Denn die Abteilungsleiterin legte stets einen kleinen süßen Gruß als Dankeschön in die Lehrerfächer.

Kein Wunder, dass Angelika Bauer auf weichen Sohlen stets schnellen Schritts durchs Schulhaus eilte und so manchen, der von ihr eine Auskunft wollte, den Satz hörte: „Ich habe keine Zeit, aber du kannst mich ja kurz begleiten“. Dann wurde die Angelegenheit im schnellen Schritt durch die Schulhausflure zur Zufriedenheit von allen geklärt 

Verabschiedet wurde auch Friederike Hübner, die an der Josef-Durler-Schule viele Jahre Englisch und Französisch unterrichtet hat und in den letzten Jahren ihre Zusatzausbildung zur Theaterpädagogin fruchtbar in die Schule einbringen konnte: Schülerinnen und Schüler des Technischen Gymnasiums können das Wahlfach Literatur und Theater belegen. Als sanfter, freundlicher und kreativer Mensch war Friederike Hübner bei Schülern und Schülerinnen und im Kollegium hochgeschätzt.

Das Gleiche lässt sich auch über Dr. Anette Schoof-Hosemann sagen, die als Zahnärztin bei den Fachangestellten für Zahnmedizin unterrichtete und das Schulleben darüber hinaus als – auch fürs Theater – aufgeschlossene Persönlichkeit prägte und an den Tagen der offenen Tür immer für einen spannenden Vortrag über ihre ehrenamtliche Tätigkeit als Zahnärztin in Südamerika bereit stand.

Text: Prof. Dr. Eva Kormann | Fotos: H. Skirde

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