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Josef-Durler-Schule und der Verein für Schweißtechnik

Rastatt (eva) In der Josef-Durler-Schule Rastatt sind Verbindungsspezialisten am Werk: Das beweisen nicht nur die gelebten Partnerschaften mit den gewerblichen Schulen in Nowy Targ, Polen, und Hagenau im Elsass sowie die inzwischen sieben Kooperationen mit Firmen bzw. Institutionen der Region, seit neuestem auch dem SWR, sondern auch die über 50- jährige Zusammenarbeit der Schule mit dem Deutschen Verband für Schweißtechnik. Die verschiedenen Schweißtechniken werden in der Kursstätte des DVS Mittelbaden von Schweißlehrer Wolfgang Mayer unterrichtet, und die befindet sich in den lichten, großzügigen und aufgeräumten neuen Werkstatträumen der Josef-Durler-Schule.

Mayer bildet in der Kursstätte zum einen Auszubildende aus, schult zum anderen aber auch Mitarbeiter metallverarbeitender Betriebe. Er bereitet sie so auf die für Zertifizierungen notwendigen Schweißerprüfungen vor. Ganz besonders liegt Mayer der Wettbewerb „Jugend schweißt“ am Herzen. Er findet in einem Zwei-Jahres-Rhythmus statt und richtet sich an junge Schweißer zwischen 16 und 23 Jahren.

Die von Mayer ausgewählten Jugendlichen erhalten ein für die Firmen kostenfreies Training vor den einzelnen Wettkämpfen. Der Schweißlehrer coacht seine Schützlinge so, dass sie die geforderten Aufgaben mit Bravour erledigen können. Beim diesjährigen Landeswettbewerb in Mannheim haben Marco Decker von den Star Energiewerken, Rastatt, und Marc Rauser von der Firma Braun Heizungsbau, Baiersbronn, einen ersten Platz in ihrer Disziplin erreicht. Diese beiden führte Mayer dann als Betreuer des Teams Baden-Württemberg zum Bundeswettbewerb in Düsseldorf, der auf der Weltleitmesse „Schweißen und schneiden“ stattfand. Dort erkämpfte sich Marc Rauser einen hervorragenden 4. Platz im Autogenschweißen und verpasste damit nur knapp die Bronzemedaille der besten Jungschweißer Deutschlands.

Noch aus einem anderen Grund nennen sich die Leute vom DVS Verbindungsspezialisten. Mayer schult auch immer wieder Geflüchtete, die in ihrer Heimat schon als Schweißer gearbeitet haben und an die hiesigen technischen Standards herangeführt werden müssen bzw. ein Zertifikat ihrer Kenntnisse erwerben wollen. So hat er zum Beispiel gerade einen jungen Nigerianer als MAG-Schweißer ausgebildet, der jetzt ein Praktikum mit Übernahmechance bei der Firma Bischoff+Scheck Rheinmünster absolviert.

Text: Prof. Dr. Eva Kormann | Foto: Mayer

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