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Landtagsabgeordneter Thomas Hentschel an der Josef-Durler-Schule

Europa ist besonders in diesen politisch unbeständigen Zeiten eine wichtige Größe und ein wichtiges Thema, das als Ausgangspunkt für interessierte politische Diskussion und demokratische Partizipation dienen kann, wie sich in der Europawoche an der Josef-Durler-Schule zeigte. Die Schule konnte dazu Thomas Hentschel, Abgeordneter des baden-württembergischen Landtags, begrüßen.

Teilnehmende Klassen waren die Einjährige Berufsfachschule Holztechnik (Fachlehrer: Klaus-Dieter Bäse) und aus dem Technischen Gymnasium die Jahrgangsstufe 2 des Profils Gestaltungs- und Medientechnik (Dr. Simon Hassemer) sowie aus der Jahrgangsstufe 1 ein Ethik-Kurs (Thorsten Lenz) und ein Kurs in Katholischer Religion (Christiane Schababerle-Wagner). Organisiert und moderiert wurde die Veranstaltung von Michael Mohr, dem Europabeauftragten der Schule.

Schulleiter Gerold Wendelgaß begrüßte die anwesenden Schülerinnen und Schüler und betonte die Notwendigkeit, sich aktiv politisch einzubringen, sowie die durch die europäische Einigung verwirklichte Gemeinschaft – einen Wert, der auch für eine Schule von essentieller Bedeutung ist.

Als Vertreter des Schulträgers, des Landkreises Rastatt, nahmen Ingo Eble und Isabelle Götz an der Veranstaltung teil. Eble betonte in seinem Grußwort die Wichtigkeit der Josef-Durler-Schule für den Landkreis und rief die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu „Mut zu Demokratie und Miteinander in Europa“ auf.

Anschließend stellte sich Thomas Hentschel zunächst dem Publikum vor und berichtete von seinem politischen Werdegang. Sein Entschluss, sich einzumischen und selbst etwas bewirken zu wollen, führte ihn zu den Grünen, für die er seit 2014 als Gemeinderat in Gernsbach und seit 2016 als Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Rastatt politisch aktiv ist. Naturgemäß hat Hentschel seinen Wahlkreis besonders im Blick, er möchte aber auch Visionen für das gesamte Bundesland entwickeln.

Mehrfach betonte der Politiker die Bedeutung Europas speziell auch für Baden-Württemberg. Zum Bereich Umweltschutz befand er, dass Baden-Württemberg mit der von einem Ministerpräsidenten der Grünen geführten Regierung Vorreiter in Europa sein könne und müsse.

Den Schwerpunkt der Gesprächsrunde nahm nicht zufällig der Komplex Umweltschutz, Umweltpolitik und Elektromobilität ein, das hauptsächliche Politikfeld Hentschels, der auch Mitglied des Verkehrsausschusses im Landtag ist. Fragen zu Diesel-Abgaswerten, zu Elektro- und Wasserstoff-betriebenen Fahrzeugen, zum autonomen Fahren, zur Preisgestaltung im Nahverkehr, zum Ausbau der B462 zur Teststrecke für Oberleitungs-LKW, zu erneuerbaren Energien, zur Unterstützung von Landwirten, auch zu Hentschels persönlichem Konsum- und Einkaufsverhalten – die Schülerinnen und Schüler schonten den Politiker nicht mit ihren immer wieder auch kritischen Fragen, Nachfragen und Anmerkungen. Und auch die Frage zur Legalisierung von Cannabis wurde gestellt.

Das Thema Bildungspolitik wurde ebenfalls gestreift, wobei Hentschel nicht zuletzt selbstgesteuertes Lernen und Digitalisierung als besonders wichtige Aspekte für gegenwärtige und zukünftige Bildung ausmachte. Dies nahm im Anschluss Schulleiter Wendelgaß zur Gelegenheit, den Landtagsabgeordneten zu einem Besuch des zunehmend Tablet-unterstützten Unterrichts an der Josef-Durler-Schule einzuladen und dies in der Praxis zu erleben.

Abschließend nahm Hentschel noch Stellung zur großen Bedeutung ethisch-moralischer Fragen, die aus seiner Sicht wichtige Leitlinien für das Diskutieren und Handeln in ganz verschiedenen Politikfeldern darstellen, bevor er mit Applaus verabschiedet wurde und seinerseits einige Materialien der Bundeszentrale für Politische Bildung an die Schulgemeinschaft übergab.

Leider war am Ende die Zeit fast zu knapp, um alle Fragen der interessierten Schülerinnen und Schüler umfassend beantworten zu können. Die nächsten Begegnungen mit Politikern sind bereits angedacht, in Form von Podiumsdiskussionen an der Josef-Durler-Schule oder Besuchen in Landtag oder Europäischem Parlament, damit die jungen Menschen Demokratie miterleben und zunehmend selbst aktiv ein demokratisches Miteinander in Baden-Württemberg, Deutschland und Europa gestalten können.

Text: Anne Ruof (TG-G-1), Lucy Schindele (TG-G-1), StR Michael Mohr

Foto: Michael Mohr

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