Josef-Durler-Schule Rastatt

Konzept "Operativ Eigenständige Schule" (OES)
Badisches Tagblatt vom 7. September 2007
Bild Das Foto zeigt Projektleiter Thomas Lambert (3.v.r.) mit Kollegen vor dem Qualitätsleitbild der Josef-Durler-Schule.   (Bild größer)
Die Josef-Durler-Schule Rastatt (JDSR) wird mit Beginn des neuen Schuljahrs in das Konzept "Operativ Eigenständige Schule" (OES) einsteigen und sich somit verstärkt mit der Qualitätsentwicklung beschäftigen.

Nachdem die ehemalige Rastatter Gewerbeschule schon beim STEBS-Projekt (Stärkung der Eigenständigkeit beruflicher Schulen) eine Vorreiterrolle eingenommen hatte, gehört sie nun auch zu den ersten 69 Schulen landesweit, die sich mit diesem von der Regierung Baden-Württembergs geforderten Entwicklungsschwerpunkt für berufliche Schulen auseinandersetzt.

Ein wesentliches bildungspolitisches Ziel der Landesregierung ist die Stärkung der Eigenständigkeit von beruflichen Schulen. Dies geht aus einer Mitteilung des Landesinstituts für Schulentwicklung hervor. Dies sei notwendig, um die Spitzenstellung, die die beruflichen Schulen Baden-Württembergs innerhalb Deutschlands bereits jetzt einnähmen, weiter auszubauen. So sei in den vergangenen drei Jahren an 15 Modellschulen "ein funktionsfähiges Verfahren zur schulischen Qualitätsentwicklung" entwickelt worden: das Konzept OES.

Anfang Juli dieses Jahres fand in der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung in Esslingen die Auftaktveranstaltung für die ersten 69 beruflichen Schulen statt, die im Schuljahr 2007/2008 an OES teilhaben wollen. Nach und nach, so sieht es das Konzept vor, werden weitere Schulen hinzustoßen, bis im Schuljahr 2010/2011 alle beruflichen Schulen in OES integriert sind.

Das Konzept OES, informiert Thomas Lambert, Projektleiter für die Einführung des Qualitätsmanagements an der Josef-Durler-Schule, bestehe aus zwei Standbeinen: der betriebswirtschaftlichen Eigenverantwortung der Schule einerseits und der systematischen Qualitätsentwicklung mit Rechenschaftslegung und Erfolgskontrolle andererseits. "Die Schulen sollen mehr Kompetenzen erhalten, beispielsweise Lehrer selbst auszuwählen und ihren Haushalt eigenverantwortlich zu verwalten", erläutert Lambert. Die Optimierung des Unterrichts stehe jedoch ganz klar im Zentrum der angestrebten Verbesserungen.

Der pädagogische Aspekt von OES, so der Projektleiter, sei wiederum untergliedert in die Merkmale Leitbildentwicklung, Selbstevaluation mit Individualfeedback und Teambildung, Fremdevaluation und Zielvereinbarung. "Diese Bausteine sind zu einem großen Teil deckungsgleich mit den einzelnen Schritten, die wir bereits zum Qualitätsmanagement an der Josef-Durler-Schule entwickelt haben", freut sich Lambert. "Mit diesem Konzept werden wir auf dem Bildungsmarkt besser aufgestellt sein und uns für Schüler attraktiver machen", ist der Qualitätsbeauftragte sicher.

Text und Foto: Walburga Langen-Droll

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