Soziales
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Sozial- und Dritte-Welt-Tag 2008

Informieren, soziales Engagement wecken, konkrete Maßnahmen zur Hilfe aufzeigen

Informieren, soziales Engagement wecken, konkrete Maßnahmen zur Hilfe aufzeigen – dies waren die Ziele des „Sozial- und Dritte-Welt-Tages“, den die Josef-Durler-Schule am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien 2008 erstmals organisierte. Vor allem jedoch sollten die Schüler ein neues Sozialprojekt auswählen, für das die JDSR sich nach Ablauf des bisherigen Projekts „Vom Gewehr zur Nähmaschine“ künftig einsetzen möchte. Die Resonanz der Jugendlichen war ausgesprochen positiv, viele sprachen sich für eine Wiederauflage eines solchen Projekttages im kommenden Schuljahr aus.

Sieben unterschiedliche Projekte wurden von neun Referenten vorgestellt. Günther Heinzel, Vorsitzender des Vereins „Pro Gamines“ aus Bühl, berichtete über die Hilfe für Straßenkinder aus Kolumbien. „Pro Gamines“ sammelt in Deutschland Kleidung für die Kinder und Geld, um Schulmaterial und Schulgeld finanzieren zu können. Ein wichtiges Standbein, so Heinzel, seien auch die Patenschaften, bei denen man ein Kind mit 25 Euro im Monat unterhält und somit neben Schulgeld und ?material auch die Schuluniform und das Busgeld bezahlt.

Das zweite große Projekt, das an diesem Tag von Hartmuth Tim in Vertretung von Hans-Jörg Willig vorgestellt wurde, ist in Kenia angesiedelt. „Hakuna Matata“ unterstützt beispielsweise Schulen durch die Bereitstellung von Lehrmaterial und Geräten wie Overheadprojektor oder Schreibmaschine oder die Anschaffung von Trinkwasserzisternen. Geld fließt aber auch in die Ausstattung des „Wamba Hospital“ für notwendige medizinische Technik.

Von ihren Erfahrungen in Peru erzählte die Studentin Ines Schindler aus Freiburg, die während ihrer einjährigen Reise durch das südamerikanische Land vier Monate in einem Hilfszentrum für Dienstmädchen mitarbeitete. Hanna Harter aus Gengenbach und Patrick Ogik, selbst Schüler der JDSR und gebürtig aus Uganda, brachten den Jugendlichen die Situation des afrikanischen Staates nahe.

Aber nicht nur die Dritte Welt stand im Mittelpunkt des Tages, sondern auch soziales Engagement beispielsweise bei Workcamps oder im Rahmen eines freiwilligen sozialen Jahres. Von seinen Erfahrungen in diesem Bereich berichtete Andreas Löwe, der ein freiwilliges soziales Jahr in Italien absolvierte. Über Zivildienst in Italien konnte Lars Wietschel, selbst Schüler an der JDSR, am Beispiel von Jonas Kohlbrenner referieren, während Sabrina Garber und Karin Müller van Ishem vom Goethe-Gymnasium Gaggenau über ihre Teilnahme an einem Workcamp in England erzählten.

Informationen über fairen Handel von Sarah Bleier, ehemalige Schülerin der Josef-Durler-Schule, und ein „Reisemarkt“ mit Prospekten über eine Reihe von Projekten und Möglichkeiten, sich zu engagieren, rundeten das Angebot des Tages ab.

Bei der anschließenden Online-Befragung der Schüler fiel das Ergebnis denkbar knapp aus: Mit nur zwei Stimmen Unterschied lagen die Projekte „Straßenkind“ des Vereins „Pro Gamines“ und „Klassenzimmer“ (Unterstützung eines Schulneubaus) auf den ersten beiden Plätzen, während „Schulausbildung“ (Afrika) auf Rang drei landete.

Text: Langen-Droll

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