Soziales
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Sozial- und Dritte-Welt-Tag 2011

Seit drei Jahren unterstützt die Schule im Rahmen ihres Sozialprojekts den Bühler Keniahilfe-Verein

Sozialtag 2011

Hans-Jörg Willig erhält einen Spendenscheck für den Keniahilfe-Verein in Bühl von Nithiya Gröner, Tanja Feser, Lisa Merkel und Franziska Gerstner (von links).

Rastatt (wla) Bereits zum vierten Mal veranstaltete die Josef-Durler-Schule Rastatt (JDSR) am letzten Schultag vor den Weihnachtsferien einen Sozial- und Dritte-Welt-Tag. Ziel ist es, bei den Jugendlichen das Interesse an sozialem Engagement zu wecken und aufzuzeigen, wo und wie sie konkret helfen können.

Seit drei Jahren unterstützt die Schule im Rahmen ihres Sozialprojekts den Bühler Keniahilfe-Verein, den Hans-Jörg Willig vor 30 Jahren ins Leben gerufen hatte. Er engagiert sich in North Horr/Kenia bei der Schul- und Berufsausbildung, der medizinischen Versorgung und der Hungerhilfe. Willig informierte die Jungen und Mädchen des Technischen Gymnasiums (TG) über die Verwendung von Spendengeldern und führte aus, wo Investitionen dringend erforderlich seien.

Erstmals referierten auch Schüler der JDSR über ihre Teilnahme an einem Workcamp des Kolpingvereins in Tansania. „Auf die Idee gekommen sind wir durch den Sozial- und Dritte-Welt-Tag an unserer Schule im vergangenen Jahr“, berichtete Robert Hör aus der Jahrgangsstufe zwei des TG, der zusammen mit Jonas Kaiser aus seiner Parallelklasse in den Sommerferien für vier Wochen nach Afrika reiste. Sie halfen beim Aufbau eines Jugenddorfes.

„Wir haben beim Dachdecken der Schule mitgearbeitet, Schneisen in den Busch geschlagen und Palmen gefällt, um Gelände für die Anlage eines Sportplatzes zu schaffen,“ führte Hör weiter aus. Am späten Nachmittag habe es jedoch auch immer genügend Freizeit gegeben, um gemeinsam Spiele zu machen oder Streifzüge durch den Busch zu unternehmen.

„Wir haben keine Entwicklungshilfe geleistet, sondern wir durften helfen bei Arbeiten, die die Einheimischen auch selbst machen“, betonte Jonas Kaiser. „Ich habe festgestellt, was mir wichtig ist im Leben und was mir an Deutschland und den Menschen hier nicht gefällt“, unterstrich er die Bedeutung, die das Erlebnis „Workcamp“ für ihn hat.

Dr. Annette Schoof-Hosemann, die als zahnärztliche Lehrerin an der JDSR unterrichtet, berichtete über ihr Engagement in Peru und Bolivien. Bei weiteren Vorträgen im Rahmen des Informationstages gaben die jeweiligen Referenten Einblick in Einsatzmöglichkeiten bei Workcamps und beim freiwilligen sozialen Jahr. So erzählte David Heidler, der in Leipzig Afrikanistik studiert, von seiner Reise durch Somaliland, Äthiopien, Kenia und Tansania, wo er ein Jahr zuvor bereits ein freiwilliges soziales Jahr in einem Waisenhaus absolvierte.

Helen Petrisca informierte für die evangelische Landeskirche über ein freiwilliges soziales Jahr und den Bundesfreiwilligendienst (BFD). Sie machte die Schüler darauf aufmerksam, dass die Tätigkeit sich nicht auf die Pflege hilfebedürftiger Menschen beschränke, sondern beispielsweise auch ein kultureller Einsatz bei den Medien oder ein eher technischer als Hausmeister möglich sei. „Das FSJ bietet vor allem die Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln, und es macht sich gut im Lebenslauf“, gab sich Petrisca ganz pragmatisch.

Abschließend überreichten Schülerinnen der Jahrgangsstufe eins den Erlös vom Tag der offenen Tür in Form eines Schecks über 350 Euro an Hans-Jörg Willig.

Text und Foto: Langen-Droll

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