
Lerncoaching unterstützt und begleitet die Lernenden, insbesondere Schüler […] und Auszubildende […] auf vereinbarter Basis in spezifischen Lern- und Beratungssettings durch Methoden induktiver Beratung und Intervention beim Entwickeln persönlicher Lernkompetenz, also der Fähigkeit, neue Informationen zu erschließen, sie abzuspeichern, abrufen und anwenden zu können.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Lerncoaching)
Die Josef-Durler-Schule Rastatt setzt bereits seit einigen Jahren im Zusammenhang mit ihrer Vision des individuellen Lernens auf die Stärkung vonSelbstlernkompetenzen.
Was genau steckt dahinter? Selbstlernkompetenzen sind die Fähigkeiten und das Wollen, sich eigene Ziele zu setzen und diese zu erreichen. Es geht also um persönliche Skills, Organisation und Motivation. Jeder Mensch hat seine ganz eigenen Stärken. Diese zu erkennen und weiter auszubauen ist das Ziel unserer Coachinggespräche. Seit Corona 2020, in der unsere Schülerinnen und Schüler besonders herausfordernden Lernsituationen ausgesetzt waren, sind Coachinggespräche ein fester Bestandteil in der Begleitung unserer Schülerinnen und Schüler, insbesondere in den Vollzeit-Schulklassen.
Wie wird das Coaching an unserer Schule praktiziert?
An Anfang des Schuljahres wird jeder Schülerin und jedem Schüler eine Lehrkraft als Coach zugewiesen. Die Lernenden vereinbaren mit ihrem Coach einen Gesprächstermin für das erste Coachinggespräch.
Ein Coaching dauert etwa 10 bis 20 Minuten und kann grundsätzlich auch während des Unterrichts stattfinden. Die Gespräche finden in einem wertschätzenden und vertraulichen Rahmen statt, d.h. das Besprochene wird nicht an Dritte weitergegeben. Bei jedem Coaching wird ein Protokoll angefertigt, in dem das Besprochene zusammengefasst und Zielvereinbarungen aufgeführt werden.
Im Rahmen des ersten Gesprächs werden Ziele für das Lernverhalten erarbeitet und formuliert. In einem 2. Gespräch wird reflektiert, inwieweit eine Veränderung im Lernverhalten eingetreten ist, und ob neue Ziele gesetzt werden. Die Lernenden sind dazu angehalten, ihr Lernverhalten zu reflektieren und entwickeln Möglichkeiten, sich selbst zu helfen. Viele Schülerinnen und Schüler finden es hilfreich, über ihr Lernen zu reflektieren, selbst, wenn die Noten gut sind.
Bei Bedarf sind im Verlauf des Schuljahres weitere Coachinggespräche möglich. Grundsätzlich ist es für jede Schülerin und jeden Schüler jederzeit möglich, eine Lehrkraft um ein Coachinggespräch zu bitten, insbesondere wenn größere Lernschwierigkeiten und Motivationsprobleme auftreten.
Es geht um dich!
Beim Coaching geht es aber keineswegs nur ums Lernen und den sogenannten „Lernstoff“, sondern um individuelle Stärken, Ziele und Motivation. Lernen ist nicht nur in Sinne von „Pauken“ zu verstehen, sondern als Aneignung von Fertigkeiten – den sogenannten Skills.
Unsere Schule hat das Anliegen, unsere Schülerinnen und Schüler während ihrer Schulzeit darin zu unterstützen, ihre Fähigkeiten (weiter) zu entwickeln, sich der eigenen Ziele bewusst zu werden und sich zu motivieren. Coachinggespräche sind ein Mittel, herauszufinden, wie man selbst wirksam sein kann.
Text: Heidi Skirde