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Juniorwahl zur Landtagswahl Baden-Württemberg

Die Josef-Durler-Schule beteiligte sich zum wiederholten Male am Schulprojekt „Juniorwahl“, welches bereits seit einigen Jahren möglichst realitätsnahe Simulationen wichtiger politischer Wahlen ermöglicht. Dabei waren die Schülerinnen und Schüler der Josef-Durler-Schule Rastatt erstmals mit Bezug zu einer Landtagswahl aufgerufen, ihre Erst- und Zweitstimmen abzugeben.

Ziele dieser – in diesem Fall eben nicht wie sonst bundesweiten, sondern „nur“ landesweiten – Juniorwahl sind die Beschäftigung mit Politik und die Einübung von demokratischen Abläufen – und idealerweise in der Folge auch eine gesteigerte Beteiligung bei realen politischen Wahlen. Im gesamten Bundesland Baden-Württemberg nahmen gut 100.000 Schülerinnen und Schüler an der Juniorwahl teil, welche in der Schulwoche vor der Landtagswahl durchgeführt wurde.

Wahlberechtigt waren alle an den Wahltagen anwesenden Schülerinnen und Schüler der Josef-Durler-Schule, unabhängig von Alter, Nationalität oder Schulform; die Teilnahme an der Wahl war jedoch freiwillig. Ein Wahltag fand dabei im Hauptgebäude im Richard-Wagner-Ring statt und ein Wahltag im Interimsgebäude in der Karlsruher Straße.

Unter der Koordination von Michael Mohr, Lehrkraft für Geschichte/Gemeinschaftskunde (GGK), sorgten dabei die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1 des Technischen Gymnasiums mit dem Schwerpunktfach Technik und Management als Wahlhelfer-Team für einen reibungslosen Ablauf der Wahl und der Stimmenauszählung.

Die Bedeutung der Wahlhelferinnen und Wahlhelfer für das Funktionieren demokratischer Wahlen kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Etwa 80.000 freiwillige Helfende waren bei der Landtagswahl am Wahlsonntag im Einsatz – und ganz viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer auch bei der Juniorwahl in den Tagen davor.

Am Ende der Abstimmung lagen an der Josef-Durler-Schule immerhin 276 ausgefüllte Stimmzettel in der Wahlurne. Das detaillierte Ergebnis der Juniorwahl wurde am Tag nach der Landtagswahl in der Schule ausgehängt und dient nun im Unterricht und in den Pausen sicherlich einige Male als Gesprächsanlass.

Erstmals wurde das Ergebnis der Juniorwahl auch für eine umfassende Analyse der Stimmenverteilung, Wahlbeteiligung und Organisation genutzt. Diese wurde von der Wahlhelfer-Klasse im Rahmen des GGK-Unterrichts gemeinsam mit Michael Mohr – und mit Hilfe einer via der Lernplattform itslearning durchgeführten Umfrage, an der sich dankenswerterweise über 150 Schülerinnen und Schüler beteiligten – durchgeführt. Diese Juniorwahl-Analyse wird in beiden Schulgebäuden ausgehängt und via itslearning den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt und könnte auch im Rahmen des GK- bzw. GGK-Unterrichts der einzelnen Klassen noch diskutiert werden.

Demokratische Werte und die Bedeutung des Miteinanders müssen immer wieder erlebt und gelebt werden, um diese auch der jungen Generation erfahrbar zu machen. Daher bleibt Demokratiebildung eine enorm wichtige Aufgabe in der Schule, die weit über den Gemeinschaftskunde-Unterricht hinausgeht.

Text und Foto: Michael Mohr