Eine nahezu fünf Meter hohe Zerreiche durften die Abiturientinnen und Abiturienten der Josef-Durler-Schule dieses Jahr im Rastatter Stadtwald pflanzen. Wie in den letzten beiden Jahren hatten Uwe Kirst, Kundenbereichsleiter Forst bei der Stadt Rastatt, und seine drei Mitarbeiter bereits Vorarbeit geleistet und ein Loch ausgehoben.
„Mit dem Spitzahorn vor zwei Jahren, dem Amberbaum im vergangenen Jahr und nun der Zerreiche haben wir Bäume gewählt, die als klimaresilient gelten“, erläuterte Kirst. So stamme die Zerreiche aus dem Mittelmeerraum und sei von Südfrankreich bis hinüber nach Bulgarien heimisch. „Daher ist sie an Trockenheit im Sommer gewohnt und kann diese zwei bis drei Monate gut wegstecken“, so der Förster.



Mit vereinten Kräften galt es zunächst, den bereits 15 Jahre alten Baum aus dem Pflanzgefäß zu schälen und ihn in das vorbereitete Loch zu setzen. Während Forstwirt Steffen Jung den Baum in Position hielt, schaufelten die Jugendlichen die zuvor zerkleinerte Erde zurück ins Pflanzloch. Alex Westermann von W-Quadrat aus Gernsbach verfolgte die Aktion interessiert und freute sich über das Engagement der Jugendlichen. „Toll, dass Sie nun bereits zum zweiten Mal unseren Abi-Baum sponsern“, wandte sich Schulleiter Sven Teichmann denn auch an ihn und bedankte sich ausdrücklich.



„Kommen Sie immer wieder einmal vorbei und schauen Sie sich an, wie Ihr Baum sich entwickelt“, lud Förster Uwe Kirst die Schülerinnen und Schüler abschließend ein und spendierte Sprudel und Apfelschorle nach getaner Arbeit. „Sie haben hier eine Erinnerung, die in die Zukunft hineinreicht und ein Menschenleben überdauert“.
Text und Fotos: Walburga Langen-Droll
