Autor: Walburga Langen-Droll

Von der Werkstatt an die Wißbelt: Nistkästen für Fledermäuse

Sieben Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Klassen machten sich zusammen mit ihrem Lehrer Jonas Mundt und Patrik Kranchina, Arbeitserzieher in Ausbildung, auf den Weg nach Plittersdorf an die Wißbelt, um selbst gebaute Nistkästen für Fledermäuse aufzuhängen. Unterstützt wurden sie von Maik Seiberling, Vorsitzender der Fischergilde Plittersdorf. In einem klassenübergreifenden Projekt hatten fünf Schüler aus den beiden AV-Klassen  (Ausbildungsvorbereitung) und sieben aus der BVE-Klasse (Berufsvorbereitende Einrichtung)  insgesamt zehn Behausungen für die Flugtiere unter Anleitung von Jonas Mundt, Fachlehrer für Holztechnik, in der Werkstatt der JDS angefertigt. Die Fischergilde Plittersdorf führt in regelmäßigen Abständen Gewässerreinigungen durch. Dabei würden angrenzend an das Vereinsheim immer wieder morsche Äste oder hohle Bäume aus Sicherheitsgründen entfernt, erläutert Mundt, der selbst Vereinsmitglied ist. Sie seien optimale Sommerbehausungen für Fledermäuse. Uwe Kirst, Kundenbereichsleiter Forst bei der Stadt Rastatt, habe daraufhin angeregt, als Ausgleichsmaßnahme Nistkästen für Fledermäuse in dem betroffenen Gebiet aufzuhängen. Für Jonas Mundt das Stichwort aktiv zu werden: „Das wäre doch ein tolles Projekt für die Josef-Durler-Schule, hakte ich sofort ein“, berichtet Mundt. In beiden Schularten sei Projektarbeit im Lehrplan vorgesehen und …

Abi-Baum im Stadtwald: Schüler pflanzen einen Spitzahorn

Der Auftakt zum Abitur ist gemacht: Gerade noch rechtzeitig zum Ende der Pflanzzeit setzte sich der diesjährige Abiturjahrgang mit einem Spitzahorn im Rastatter Stadtwald ein Denkmal und gleichzeitig ein positives Zeichen für die Umwelt. Und führt damit fort, was die Abiturienten im vergangenen Jahr mit dem Pflanzen eines Judasbaums auf dem Schulgelände begonnen hatten. Uwe Kirst, Kundenbereichsleiter Forst bei der Stadt Rastatt, und seine Mitarbeiter hatten bereits Vorarbeit geleistet, Gestrüpp beseitigt und eine Mulde angelegt. Nun konnten die Schüler zum Spaten greifen und das Loch ausheben. Auch Schulleiter Sven Teichmann packte beherzt mit an – für den zehn Jahre alten und bereits fünf Meter hohen Baum musste ordentlich Erde bewegt werden. „Der Spitzahorn gehört wie die Roteiche zu den Bäumen, die besser mit dem Klimawandel zurechtkommen“, erläuterte Kirst. Schließlich gelte es den Generationenvertrag zu erfüllen, dass auch in Zukunft ausreichend Wald vorhanden sein solle. Bei einer Begehung mit Förster Kirst hatten sich vier der Abiturienten im Januar zwei mögliche Standorte angeschaut und sich letztlich für den im landläufig „Ötigheimer Wald“ genannten entschieden. „Wir hatten hier …

Nachschub erwünscht: Schüler sammeln und recyceln Kupferdraht

Mit Begeisterung und Eifer sind Diana, Alena, Marvin und Dorijan bei der Sache: In der Holzwerkstatt wird gemessen, geschnitten und gewogen, auch Teamarbeit ist angesagt. Am Ende des Prozesses steht die Gewinnung von Kupfer, das recycelt und so dem Wirtschaftskreislauf wieder zugeführt wird. Abfallwirtschaft lautet das Thema, mit dem sich die 14 Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitenden Einrichtung (BVE) seit einigen Wochen beschäftigen. „Eingestiegen sind wir über die Mülltrennung“, erläutert Wolfgang Rombach, der in der Klasse das Fach „Arbeit und Beruf“ unterrichtet. „Dann sind wir zum Kupferabbau gekommen und haben uns die gewaltigen Löcher angeschaut, die dabei in der Erde entstehen.“ Schließlich kam die Idee auf, ein Kupfer-Recycling-Projekt ins Leben zu rufen. Ausführlich haben Wolfgang Rombach, sein Kollege Jonas Mundt und Deutschlehrerin Marianne Stein jeden Arbeitsschritt mit den Mädchen und Jungen durchgesprochen und geübt. Alle haben einen besonderen Förderbedarf. „Ziel der BVE ist es, sie auf den ersten Arbeitsmarkt vorzubereiten“, führt Marianne Stein aus. Dort sollen sie eines Tages selbstständige Arbeiten im Supermarkt, in einer Gärtnerei, Wäscherei oder im Lager ausüben können.  „Wichtig ist uns …

Wasser, Wald und Werkbank: 17 Workshops rund ums Klima

Hoch motivierte Experten rund um das Thema Klima- und Umweltschutz standen den Schülern beim diesjährigen Klimatag in 17 Workshops zu unterschiedlichen Themen Rede und Antwort. Manch ein Referent hatte dafür eine weite Anfahrt mit der Deutschen Bundesbahn auf sich genommen, wie etwa Felix Schmidt vom WWF aus Berlin oder die Schüler-Klimabotschafter des SV-Bildungswerks aus Essen und München. Aber auch hiesige Fachleute wie die Mitarbeiter des Forstreviers Rastatt oder der Energieagentur Mittelbaden brachten ihr Fachwissen in die Veranstaltung ein. Ziel des Klimatags war es, die Jugendlichen umfassend über das angesichts des fortschreitenden Klimawandels immer brisanter werdende Thema zu informieren und ihnen Anregungen mitzugeben, wie sie selbst einen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten können. Dabei sollten die Schülerinnen und Schüler auch erfahren, dass es angesichts sich häufender Katastrophenmeldungen keinen Grund gibt zu resignieren, sondern immer noch Hoffnung besteht, die Entwicklung positiv beeinflussen zu können. Im Vorfeld konnten die Schüler selbst wählen, an welchem Workshop sie teilnehmen wollten. Großer Beliebtheit erfreuten sich praxisorientierte Angebote zu Themen wie „Handy, Laptop & Co – ein Blick hinter den Screen“ …

Berufsschüler helfen mit: Biotoppflege fürs Auerhuhn

Einen kurzweiligen und lehrreichen Tag erlebten acht angehende Metallbauer der Josef-Durler-Schule zusammen mit ihrem Lehrer Marc Schnepf im Nationalpark Schwarzwald. Biotoppflege zum Schutz des Auerhuhns stand auf dem Programm. Nachhaltig machten sich Schüler und Lehrer am Morgen vom Rastatter Bahnhof aus mit Bahn und Bus auf den Weg zum Treffpunkt Sand, wo sie von Projektleiter Jonas Marks in Empfang genommen und zum Einsatzgebiet gebracht wurden. Marks arbeitet für den Verein Bergwaldprojekt, der sich insbesondere dem Schutz und Erhalt sowie der Pflege des Waldes verschrieben hat. Um das Verständnis für die Zusammenhänge in der Natur zu fördern, arbeitet der Verein mit Freiwilligen in ganz Deutschland zusammen. Nachdem die Rastatter Gruppe ihre Schuhe zum Schutz des Feuersalamanders desinfiziert hatte, lernte sie die anderen Freiwilligen kennen, die die ganze Woche im Nationalpark arbeiteten und in einem Freizeitheim im Nationalpark wohnten. Ihre Hauptaufgabe bestand an diesem Tag darin, den Waldboden von Ästen zu befreien und sie auf Haufen im Abstand von etwa 20 Metern zusammenzulegen, damit das Auerhuhn genügend Platz hat. Das vom Aussterben bedrohte größte europäische Wildhuhn, erfuhren …

Novum: Abiturienten pflanzen zum Abschied einen Baum

Eine Premiere erwartete die Abiturienten der Josef-Durler-Schule (JDS) an ihrem letzten Schultag: Im Anschluss an die Ausgabe der Abiturzeugnisse pflanzten sie auf dem Schulgelände einen Baum als „Abschiedsgeschenk“ für die Schule und nachfolgende Generationen. Begleitet wurden sie dabei von einem Filmteam des Projektbüros Yaez aus Stuttgart. Ausgerüstet mit Spaten und Gießkanne machten sich die Schüler bei sengender Hitze daran, ein Loch für das etwa 2,50 Meter hohe Bäumchen auszuheben. Hausmeister Eugen Schnur hatte sie zuvor gebrieft und schon Vorarbeit geleistet. Nun galt es, das Loch groß genug anzulegen, damit es noch mit frischer Erde befüllt werden konnte. Zuvor hatten die acht jungen Frauen und Männer eigens eine Einverständniserklärung für Bild, Ton und Video unterschreiben müssen, denn Kameramann Tim Wenz hielt drauf, um das Nachhaltigkeitsprojekt des diesjährigen Abiturjahrgangs festzuhalten. Am 22. Juni war die JDS in Stuttgart für ihr in diesem Schuljahr entwickeltes Konzept der Klimatage mit dem 1. Preis beim beo-Wettbewerb für Berufliche Schulen in der Kategorie „Ökologische Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet worden. Der professionelle Videodreh war Bestandteil des Preises und eröffnete der Schule die Möglichkeit, sich …

Ein Hauch von Hollywood

Spannung liegt in der Luft. Während im Nachbargebäude die Abiturienten ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nehmen, sitzen in der Aula der Josef-Durler-Schule (JDS) drei Schülerinnen und zwei Schüler auf heißen Kohlen. Ein letzter Blick auf den Fragenkatalog und die vorbereiteten Antworten, noch einmal kurze Abstimmung, wer auf welche Frage Auskunft gibt. Dann ist das Kamerateam da: Videodreh an der JDS ist angesagt. Jessica Gebert und Tim Wenz sind Mitarbeiter des Projektbüros Yaez in Stuttgart und filmen im Auftrag der Baden-Württemberg-Stiftung in der JDS. Am 22. Juni ist die Schule in Stuttgart für ihr in diesem Schuljahr entwickeltes Konzept der Klimatage mit dem 1. Preis beim beo-Wettbewerb für Berufliche Schulen in der Kategorie „Ökologische Nachhaltigkeit“ ausgezeichnet worden. Der professionelle Videodreh ist Bestandteil des Preises und eröffnet der Schule die Möglichkeit, sich und das Umweltprojekt vorzustellen. Tim und Jessica sind beladen mit Taschen und Rucksäcken voller Equipment. Nach einer kurzen Verschnaufpause verschaffen sie sich routiniert einen Überblick: Wie viele Personen stehen für ein Interview zur Verfügung, welche Umweltprojekte können gefilmt werden, wie ist der zeitliche Ablauf geplant? Maximal …

Erster Platz fürs Klima: JDS überzeugt beim beo-Wettbewerb

Erfolgreich durchgestartet ist die Josef-Durler-Schule mit ihrem erst in diesem Schuljahr entwickelten Konzept der Klimatage: Am 22. Juni wurde ihr in der Kategorie „Ökologische Nachhaltigkeit“ der erste Platz beim beo-Wettbewerb für berufliche Schulen zuerkannt. Bei der Preisverleihung in Stuttgart konnte die Klimabeauftragte der Schule, Walburga Langen-Droll, zusammen mit Schülern der Umwelt-AG einen Scheck über 1500 Euro entgegennehmen. Der beo-Wettbewerb wurde von der Baden-Württemberg-Stiftung ins Leben gerufen und soll Kreativität, Selbständigkeit und Engagement an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg sichtbar machen. Für fünf verschiedene Kategorien zu wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Themen konnten Schüler, Auszubildende und Lehrkräfte in diesem Jahr eine Projektidee einreichen. Christoph Dahl, Geschäftsführer der Stiftung, unterstrich in seiner Ansprache die Bedeutung des Wettbewerbs, der insbesondere die Leistung der beruflichen Schulen im Bildungssektor honoriere. Das Motto des diesjährigen Wettbewerbs „nachhaltig, flexibel, innovativ“ griff auch Theresa Schopper, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport in BW, in ihrem Video-Grußwort auf. Landesschülersprecher Berat Gürbüz wies darauf hin, dass dieses Forum jungen Erwachsenen die Möglichkeit biete ihre Talente auszuschöpfen und zeigte sich als Jurymitglied beeindruckt von der Vielfalt der eingereichten …

BBBank fördert Klimaprojekt

Unterstützung für das in diesem Schuljahr begonnene Klimaprojekt hat die JDS von der BBBank erfahren: Marcus Schmieder, Regionalleiter Private Banking, überreichte einen Scheck in Höhe von 1000 Euro, der zur Organisation des ersten Klimatags im kommenden Schuljahr zur Verfügung steht. Schulleiter Sven Teichmann freute sich über die Spende: „Sie trägt dazu bei, dass unser ‚zartes Pflänzchen‘ Klimaprojekt wachsen und gedeihen kann.“ Den Auftakt machte in diesem Schuljahr der erste Klimatag im vergangenen Oktober, bei dem die Schüler durch einen Impulsvortrag von Uwe Burkhardt, Vorsitzender des Vereins Regenerative Energien Mittelbaden (REM), auf die Thematik Klimawandel und Umweltschutz eingestimmt wurden. Im Anschluss erhielten sie den Auftrag, sich im Klassenverband ein Projekt zu überlegen, mit dem sie selbst zum Umweltschutz beitragen könnten. Während der zweite Klimatag im Februar der Vertiefung der Arbeit diente, stand der dritte Klimatag für Exkursionen zur Verfügung. Einige Klassen machten von dem Angebot Gebrauch und besichtigten etwa einen Biobauernhof, den Energieberg in Karlsruhe oder fuhren in den Nationalpark Schwarzwald. Beim vierten und letzten Klimatag erhielten die Klassen die Gelegenheit, ihre Erfahrungen und Erkenntnisse mit …

Dem Klimawandel auf der Spur

Tierischen Spaß hatten die Schülerinnen und Schüler auf dem Bio-Hof von Christine und Axel Baumann in Geroldsau. Am 3. Klimatag der Josef-Durler-Schule informierte sich die 12. Klasse des Profils Gestaltungs- und Medientechnik in Begleitung ihrer Lehrerinnen Michaela Firmbach und Antje Brocke über die Züchtung Schottischer Hochlandrinder, ihre Haltung sowie die Schlachtung und Verarbeitung des Fleisches. Zur Freude der Besucher kamen die handzahmen und zutraulichen Tiere zum Kraulen und Bürsten in den vorderen Bereich der Koppel. „Dafür ist man wohl nie zu alt“, meinte Antje Brocke lachend. Die Kälber werden auf der Weide geboren und wachsen dort mit den Mutterkühen auf, die nicht gemolken werden, da die Milch ausschließlich dem Nachwuchs vorbehalten ist, erläuterte Nebenerwerbslandwirtin Christine Baumann. In den Sommermonaten stehe ihnen das frische Gras zur Verfügung, im Winter erhielten sie das selbst erzeugte Heu der nicht abgegrasten Flächen. Da die Tiere klein und nicht so schwer seien, stellten sie die perfekten Landschaftspfleger dar. „Die Offenhaltung der Kulturlandschaft wird bei uns großgeschrieben“, sagt Christine Baumann, die auf dem Hof für die Bürokratie, die Vermarktung und die …