Klima, NEWS, Technisches Gymnasium

Deutsch-französische Teamarbeit für den Klimaschutz

Ein freundschaftliches Klima herrschte zwischen den Schülerinnen und Schülern von je drei Schulen aus der südlichen Pfalz, dem Nordelsass und dem mittleren Oberrhein bei der Schulkonferenz „PAMINA (Akronym aus den drei Teilräumen) fürs Klima“, die am 5. und 6. Februar in der Jugendherberge in Bad Bergzabern stattfand. Auch die Josef-Durler-Schule (JDS) war mit drei Schülerinnen und Schülern des Französischkurses der 13. Klasse und ihrer Lehrerin vertreten. Ziel sei es, so die offizielle Ausschreibung, „junge Menschen, die sich für den Klimaschutz interessieren, über die Grenze hinweg zu vernetzen und neue Klimaaktionen sowie Sensibilisierung anzustoßen“.

Vorausgegangen waren im November 2020 und im Mai 2023 zwei PAMINA-Jugendkonferenzen zum Klimaschutz, die wie die aktuelle Konferenz jeweils im Rahmen des Interreg Projektes „Tres’OR“ von der Europäischen Union gefördert wurden. Dabei galt es, einen Forderungskatalog und eine Liste an Aktionen zu erarbeiten, die bei einer darauffolgenden Challenge umgesetzt werden sollten. Wurden damals drei Gemeinden als PAMINA-Klima-Kommunen ausgezeichnet, so sollen 2026 die drei Schulen ausgezeichnet werden, die bei der Klima-Challenge die meisten Punkte sammeln. Neben den Schulen können sich auch Bürgerinnen und Bürger des PAMINA-Raums engagieren und die Klimaaktionen umsetzen.

So ging es am ersten Tag nach einer kurzen Einführung in die Konferenz, die wie alle Veranstaltungen bilingual verlief, motiviert und interessiert in die Workshops, die jeweils mit einer Exkursion begannen. Zwei Workshops standen zur Auswahl: Wald und Feuchtgebiete. Die Schüler und Schülerinnen der JDS Daniel Poltoratskyy, Lillith Oefverberg und Samira Koch (alle TGG 13)  hatten sich für das Thema Feuchtgebiete entschieden. Ein Bus brachte die Jugendlichen und ihre Französischlehrerin Petra Geisert an die Wieslauter. Unter Anleitung von Pascal Gérold der Maison de la nature du delta de la Sauer et de l’Alsace du Nord sowie von Susasse Pimentel vom Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört machten sie sich bei eisigen Temperaturen und mit Gummistiefeln ausgerüstet an die Arbeit. Dabei waren die Jugendlichen in deutsch-französischen Teams tätig.

Nach anfänglicher, sprachlich bedingter Befangenheit waren jegliche Barrieren schnell überwunden und die Schülerinnen und Schüler machten sich gemeinsam daran, Kleinstlebewesen aus dem Wasser zu fischen und zusammen mit den Wissenschaftlern zu bestimmen. Pascal Gérold erklärte die jeweilige Bedeutung der eingefangenen Tiere für die Biosphäre des Feuchtgebietes, bevor sie wieder in ihrem ursprünglichen Lebensraum ausgesetzt wurden. Nicht weniger spannend war eine kleine Wanderung auf der Spur größerer Bewohner des Feuchtgebietes, bei der die Jugendlichen Hinweise auf diverse Vögel entdeckten, die in heimischen Gefilden überwintern, sowie auf Wildschweine und (importierte) Waschbären.

Zurück in der Jugendherberge beschäftigten sich die Teilnehmer, wiederum in deutsch-französischen Teams, in fünf Workshops zu den Themen Wasser, Landwirtschaft & Ernährung, Onlineverhalten, Wohnen & Lifestyle sowie Mobilität damit, die Ergebnisse der vergangenen Konferenzen aufzuarbeiten.

Am zweiten Tag arbeiteten die Jugendlichen Umweltprojekte aus, die in Schulen umgesetzt werden können. Dabei ging es einerseits um neue Ideen, aber auch darum, bereits durchgeführte Umweltprojekte an den eigenen Schulen weiterzuentwickeln. So berichteten die Schüler der JDS von einem Klimaspiel, das im vergangenen Schuljahr organisiert wurde, und überlegten gemeinsam mit ihren neu gewonnenen französischen Freunden, wie so ein Spiel grenzübergreifend angegangen werden könnte. Aber auch Ideen wie ein schulinterner Flohmarkt oder die Verteilung von Samenbomben wurden vorgestellt. Nach einer Auswertung und Umsortierung durch die Veranstalter können die teilnehmenden Schulen sich für eine Aktion entscheiden, die innerhalb von drei Monaten umgesetzt werden soll. Dabei gibt es für die Siegerschulen Preise zu gewinnen.

Die Schulkonferenz war für alle Beteiligten eine gelungene Veranstaltung, die in freundschaftlicher Atmosphäre stattfand und nicht nur im Zeichen der Umwelt, sondern auch des interkulturellen Austauschs stand.

Text: Walburga Langen-Droll und Petra Geisert

Fotos: Petra Geisert