500 in 60 Minuten – die Rede ist von Zigarettenkippen, die vier Schülerinnen und Schüler der zweijährigen Berufsfachschule zusammen mit ihrer Lehrerin Jacqueline Beck rund um das Gelände des Interimsgebäudes der Josef-Durler-Schule Rastatt (JDSR) in der Karlsruher Straße gesammelt haben. Am nächsten Tag kamen nochmals 462 aufgelesene Kippen hinzu.
„Die Jugendlichen waren trotz der Hitze total motiviert“, berichtet Jacqueline Beck und freut sich über das Engagement. Mit Handschuhen, Greifzangen und Sammelbehältern ausgerüstet, durchkämmten Alessia Giardini, Linus Straub, Samanta Steinhoff und Eliano Vieweger (2BFM2) die Wege, Grünstreifen und Ecken, in denen Müll oft entsorgt wird.
Vorausgegangen war eine theoretische Einheit im Unterricht über die Schadstoffe in Zigaretten, die gefährlichen Auswirkungen von weggeworfenen Zigarettenstummeln auf Menschen, Tiere und das Ökosystem sowie zur korrekten Entsorgung in speziellen Behältern oder im Restmüll. So könnten die Giftstoffe beispielsweise die Nahrungskette belasten, wenn sie von Wasserlebewesen aufgenommen oder die Schadstoffe wie Nikotin und Schwermetalle durch den Regen ins Grundwasser gespült werden.
Den Anstoß für die Aktion erhielt Beck, als sie auf die Internetseite „kippenhelden.de“ stieß, eine Mitmach-Plattform, bei der sich jeder anmelden und die Anzahl gesammelter Kippen übermitteln kann. „Ich dachte, das passt doch ganz gut zu unserem Umweltprogramm als BNE-Schule (Bildung für nachhaltige Entwicklung)“, erzählt Beck und hofft, dass ihre Aktion zum Nachdenken anregt und Nachahmer findet. Ein Foto von gesammelten Kippen der „JDSR_Kippenpolizei“ ist bereits in der Galerie auf der Homepage der Plattform zu finden.
Text: Walburga Langen-Droll
Foto: Jacqueline Beck
